Unsere Geschichte

Der Start im Jahr 1986

Gehen wir auf Zeitreise - und werfen einen Blick zurück!

Wir schreiben das Jahr 1986 und es gab zwei Ereignisse, welche die Welt bewegten und maßgeblich veränderten. In Cleveland wurde die „Rock'n'Roll Hall of Fame“ gegründet. Und was noch viel imposanter war: am 1. Dezember 1986 gründete sich in der damaligen DDR der „Rock’n‘Roll Tanzzirkel Markkleeberg“, unter der Leitung der Geschwister Claudia und Steffen Engel, und ebenfalls dabei: Ralf Sittner, Claus Reddmann und Kerstin Rülke.

In diesem Kreis fanden sich im ganz familiären Sinne einige mutige (immerhin 2 Paare!) und tanzbegeisterte Enthusiasten zusammen, um genau nach dieser Musik nicht nur zu tanzen, sondern selbige auch auszuleben. Sie traten bei verschiedenen Veranstaltungen, wie Betriebsfesten, Faschingsfeten und in Discos auf und präsentierten dabei verschiedene Grundschritte, Handstand- und Armwürfe, Rückenwirbel, diverse Schulterwürfe, Grätsche,  sowie neue Tanzvariationen. Zwei Jahre haben beide hart trainiert, bevor sie im Oktober 1986 ihre Einstufung als Künstler erhielten.

Am 21. November 1986 traten sie in dem, vielen Leipzigern noch bekannten, „Club 21“ bei einem Rock'n'Roll-Fest mit dem „Rock'n'Roll-Orchester Magdeburg“ und die “Fuffziger” auf. Hier trafen sie auf Gleichgesinnte und Tanzbegeisterte, wie beispielsweise Holger Laux. Claudia und Steffen zeigten auf der Tanzfläche eine atemberaubende Routine, bei der Claudia mehrfach durch die Luft geschleudert wurde. Anschließend erklärten die Beiden, das sei Sport-Rock'n'Roll!!

Sie hätten das vom Fernsehen gelernt und seien schon bei verschiedenen Veranstaltungen aufgetreten. Ihr Traum war es, die Show zu vergrößern, und so luden sie alle Lernbegeisterten dazu ein, am Montag, dem 2.Dezember 1986 in die “Linde” nach Markkleeberg zu kommen.

Der Club war geboren

1987 hatte der „Tanzzirkel“ bereits 55 Mitglieder. Es gab eine Anfängergruppe und zwei Gruppen für Fortgeschrittene. Das Repertoire reichte von Rock’n‘Roll, CanCan über Breakdance und Aerobic, bis hin zu einem Männerballett. Die Anzahl der tanzbegeisterten Mitglieder stieg 1988 auf 70. Schwerpunkt war der akrobatische Rock'n'Roll. Es herrschte ein straffes Trainingsprogramm, zunächst mit einer ausgiebigen Erwärmung und dann … mit endlosen Übungen des Kickschrittes. Jede Gelegenheit wurde genutzt, um neue Mitglieder zu werben. Dabei spielt, die seit den 70er Jahren bestehende, Leipziger Rock`n`Roll-Clique eine wichtige Rolle. Sie trafen sich regelmäßig zu Veranstaltungen, meistens in einer Kneipe oder Gartenkantine, wo man zu Tonbandmusik tanzte und nebenbei mit begehrten Platten handelte.

Das Auftrittsprogramm des Vereins war sehr abwechslungsreich: Rock`n‘Roll-Synchrontanz, eine Rock‘n‘Roll Parodie, auch eine angedeutete Striptease-Nummer sowie Popmusik mit Osterhasen, ein Männerballett und Break Dance,  rundeten die Auftritte ab.

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Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Zwei Mal im Sommer wurde ein Camping-Lager, wie 1987 in Ferchesar bei Rathenow veranstaltet. Auch die Faschingsveranstaltungen mit Rainer dem Schnellzeichner oder Didi dem Zauberkünstler sind allen bestimmt noch gut in Erinnerung. Aber auch jeder Spaß braucht eine rechtliche Grundlage. Deshalb schloss man sich mit der Gruppe für „Gesellschafts- und Kindertanz“ zusammen. Sie bestand bereits in Markkleeberg und gemeinsam mit den Clubmitgliedern entstand nun der „Tanzsportclub Markkleeberg“.

Wie ging es weiter?

Mit der Wende änderte sich vieles, viele Tänzer zogen weg, orientierten sich neu.
Der Club bestand 1992 nur noch aus 19 Mitgliedern. 1993 erfolgte die Trennung von der Gruppe für „Gesellschafts- und Kindertanz“ und der „Rock’n’Roll-Tanzclub Markkleeberg“ wurde gegründet. Auch die Rock’n‘Roller mussten umdenken. Eine große Hilfe war dabei die Stadt Markkleeberg, die dem Club den „Lindensaal“ zum Trainieren kostenfrei überließ.

Werbung stand von nun an, an vorderster Stelle. Auch der „R`n`R Freundeskreis„ half mit, durch seine Veranstaltungen mit tollen Bands  die Werbetrommel für unseren Club zu rühren.
Ein glücklicher Umstand war das Zusammentreffen von Holger Laux und Sabine Seyfarth, die Ihren Sohn Micha – unseren heutigen Chef – im Jahr 1994 mit ins Boot brachte. Ab jetzt hieß das Motto: Weiterbildung!  Die Sportakrobaten suchten sich Impulse bei verschiedenen Rock`n`Roll – Wettkämpfen und -Vereinen  z. B. bei „Alpha Sixty Nine“.

Unser Micha schlug jedoch eine andere Richtung ein. Er entdeckte, mit anderen Vereinsmitgliedern, für sich und für uns den „Boogie Woogie“. Schnell wurde dieser Tanzstil in unserem Verein übernommen. Diese beiden Tanzstile prägten jetzt unsere Auftritte und die Shows bestanden aus einer Mischung aus akrobatischen Rock'n'Roll und Boogie Woogie.

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Da sich der Club jetzt auch mit anderen Stilrichtungen des Rock`n`Roll befasste, wurde die Idee einer Umbenennung aufgegriffen. Seit 1999 nennt sich der Verein daher Rock’n‘ Roll Tanzclub „The Jukebox Stompers“ Markkleeberg e.V.
Ein neues Logo und der neue Name sollten die Intentionen damit besser zum Ausdruck bringen. Als Vorlage für dieses Logo diente das Zeitungsfoto eines Tanzpaares aus dem Club. Ab jetzt ging es wieder bergauf. Die Mitgliederzahlen erhöhten und stabilisierten sich, es wurden viele Auftritte gegeben, man war wieder präsent.

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Für unseren Verein steht der Spaß und die Leidenschaft am Tanzen im Stil der 50er Jahre an erster Stelle  Neben Auftritten und Veranstaltungen feiern die Mitglieder  auch jetzt ihre eigenen Parties, traditionell viermal im Jahr, wo es meist sehr familär zugeht.

Unser Verein veranstaltet jedes Jahr seit 2000 ein Boogie-Swing-Seminar, früher die Boogie Woogie & Lindy Hop Attack, jetzt die Boogie Woogie Attack. Hier kann zwei Tage lang man zu unterschiedlichen Workshops in Boogie Woogie und Rockabilly Jive gehen. Dazu gibt es immer eine große Rock'n'Roll-Party.

   
© The Jukebox Stompers